Kaulsdorfer Knirpse
Integrationshaus
Teterower Ring 36
12619 Berlin
Tel: (030) 5 61 61 05
E-Mail: Integrationshaus@Kita-Dialog.de
Leiterin: Sabine Wahl
Stellvertretende Leiterin: Heidi Schweitzberger
Aktuelle Termine:
Es sind derzeitig keine Termine für diese Kita vorhanden.
Das Neueste aus der Kita:
Mai 2011Im Gebäude der Kita „Kaulsdorfer Knirpse“ wurde die energetische Sanierung abgeschlossen. Das ist der erste Abschnitt umfangreicher Baumaßnahmen, für die bereits 890 000 € investiert wurden. Die Sanierung wurde mit 680 000 € Fördermitteln aus dem Umweltentlastungsfonds unterstützt. Dadurch war es möglich, die Fassade zu dämmen, neue Fenster mit Sonnenschutz sowie eine Solaranlage einzubauen. In einem zweiten Bauabschnitt wird mit dem Neubau eines Fahrstuhls und Türverbreiterungen ein barrierefreier Zugang geschaffen. Außerdem erhalten die Treppenhäuser, Foyers und Garderoben ein neues Gesicht.
Januar 2011
Die Kita Integrationshaus erhält das zweite Mal das Zertifikat „Bewegungsfreundliche Kita“ im Bezirk Hellersdorf-Marzahn.
Wichtige Information für Eltern:
Es gibt derzeitig keine Information für Eltern.Das Integrationshaus der Kaulsdorfer Knirpse befindet sich nahe dem Spree-Center in Kaulsdorf-Nord, unweit der Wuhle. Es ist Montag bis Freitag von 6 bis 18 Uhr geöffnet.
Es nimmt Kinder im Alter von acht Wochen bis zum Schuleintritt auf. Die 120 Mädchen und Jungen spielen und lernen in vier Bereichen: Einem für die Kleinsten, offenen Bereich sowie zwei altersgemischten Gruppen.
Babys in der Kita » mehr
„Mein Sohn Anton war ein halbes Jahr alt, als ich ihn für einige Stunden täglich in die Kita brachte. Was mir imponierte: Wie das Team mir die Sicherheit vermittelte, dass mein Sohn bei ihnen wirklich gut aufgehoben ist und den Erzieherinnen und Erziehern sein Wohl genauso wichtig ist wie mir und meinem Mann. Praktisch half uns ein kleines Vokabelheft. Darin trugen wir immer gegenseitig ein, wann er seine letzte Flasche getrunken, ob er geschlafen hatte und wie es ihm geht.
So konnte jede Seite an das Vorher des anderen anknüpfen und – auch wenn wir einander nicht immer sprechen konnten – blieb für Anton die Verbindung gewahrt. Das vermittelte uns allen eine große Geborgenheit. Bereits kurz nach der Geburt besuchte ich mit Anton die Krabbelgruppe. Einmal in der Woche lädt das Team dazu die Eltern von Kindern bis zu drei Jahren aus dem Wohngebiet ein. Unter Anleitung einer Erzieherin spielen wir miteinander und singen Lieder. Nebenbei unterhalten sich die Erwachsenen, tauschen Tipps zu praktischen Erziehungsfragen aus. Die Kinder wiederum schauen mit zunehmendem Alter immer mehr aufeinander. Bei Anton merkte ich im Vergleich zu seiner älteren Schwester deutlich, dass die Krabbelgruppe ihm die Eingewöhnung in die Kita erleichterte. Die Räume, einige Erzieherinnen und selbst die andere Geräuschkulisse waren ihm bald so vertraut, dass er mir signalisierte: Ich weiß, hier ist es etwas lauter als zu Hause, aber hier gehöre ich jetzt auch hin.“
Katharina Habeck
Unter dem Motto „Nimm mich so wie ich bin“ finden auch Kinder mit besonderem Förderbedarf eine professionelle Begleitung im Integrationshaus. Diese Kinder werden in den altersgemischten Gruppen aufgenommen und so erfahren auf diese Weise alle Kinder früh, dass jeder sein eigenes Tempo und seine Erfolge hat. In jedem Bereich sind drei bis vier Erzieherinnen und Erzieher tätig, davon ist mindestens eine/r eine Fachkraft für Integration. Außerdem qualifizierten sich weitere Mitarbeiterinnen zur Facherzieherin für Sprache bzw. Psychomotorik und eine ist Yogalehrerin für Kinder.
Um die Eltern zu entlasten, werden ambulante Therapien zur Förderung der Kinder auch in der Kita durchgeführt. So erhalten auch die Erzieherinnen und Erzieher von den Therapeuten zusätzliche Anregungen, wie sie die Kinder weiter gezielt unterstützen können.
Integration » mehr
„Erst nachdem ich mit meinem Sohn Philipp die Krabbelgruppe besucht und ihn für das Integrationshaus angemeldet hatte, stellte sich heraus, dass er auch besondere Förderung braucht. Mein Sohn erwartet viel Aufmerksamkeit und wird leicht aggressiv, wenn er sich nicht ausreichend beachtet fühlt. Deshalb ist es gut, dass er immer wieder Zeit nur für sich, mit der extra ausgebildeten Stützerzieherin, hat. Immer wieder setzt sie sich mit Philipp allein zum Spiel hin, damit er lernt, konzentriert bei einer Sache zu bleiben.
Diese Erzieherin geht mit ihm außerdem einmal im Monat zum Schwimmen und regelmäßig in den Psychomotorikraum der Kita. Dort zeigt sie ihm Wege, wie er sich durch Bewegung entlasten und beruhigen kann. Als Mutter fühle ich mich von der Erzieherin als die respektiert, die Philipp mit seinen Besonderheiten genau kennt. Gemeinsam sprechen wir unser Vorgehen in der Kita und zu Hause ab. Außerdem arbeitet die Kita eng mit dem sozial-pädiatrischen Zentrum zusammen. Durch dieses Zusammenspiel erreichten wir, dass Philipp viel ausgeglichener wurde. Vor allem fühlt er sich von allen in der Kita geachtet. Die anderen Kinder wissen, dass sie ihm deutlich sagen müssen: 'Nein, du darfst nicht hauen!', wie sie von anderen Kindern wissen, dass sie nicht so gut laufen können oder besonders redegewandt sind. Jedes Kind wird mit seiner Besonderheit anerkannt und gefördert. Und übrigens kommt es auch den nicht behinderten Kindern zu Gute, dass in der Gruppe mehr Personal ist.“
Anja Gollnick, Mutter
Im Tagesverlauf wird auf einen guten Wechsel zwischen Bewegungs- und Ruhezeit geachtet. Entsprechend der Interessen der Kinder werden Angebote bereitgehalten und besondere Projekte durchgeführt. Dabei steht die Bewegungsförderung als entscheidende Bedingung für die Bildungsförderung im Mittelpunkt der Arbeit der Kita. Neben den großzügigen Gruppenräumen stehen den Kindern ein großer Turnraum und ein Aktionsraum für psychomotorische Angebote zur Verfügung.
Lernen durch Bewegung » mehr
„Kleine Kinder lernen, indem sie sich bewegen. Bewegung ist die Grundlage für die motorische, geistige, emotionale und soziale Entwicklung. Sie fördert das Wohlbefinden und macht selbstbewusst und fit. Deshalb bieten wir in unserer Kita viele Bewegungsmöglichkeiten. Podeste, Schrägen und Schaukeln in den Gruppenräumen fordern die Mädchen und Jungen auf, zu hüpfen und zu springen, zu klettern und zu kriechen oder Balance zu halten. Zusätzlich zu einem Turnraum haben wir außerdem einen Psychomotorik-Raum eingerichtet.
Dort gibt es eine Kletterwand, ein Ballbecken, einen Kriechschlauch, Rollbretter und Schwingtücher. Zweimal in der Woche, für eine bis anderthalb Stunden, probieren sich dort die Kinder in kleinen Gruppen aus. Beispielsweise gewinnen die Krabbelkinder intensive körperliche Erfahrungen, wenn sie sich in das Ballbecken setzen und sie die bunten Kullern an ihrem Bauch oder Rücken spüren. Solche sinnliche Reize sind elementar für die Hirnentwicklung und das weitere Lernen. Als Erzieherinnen und Erzieher nehmen wir uns Zeit, die Kinder dabei zu beobachten, ob sie ängstlich oder mutig sind und unterstützen sie, sich mehr zuzutrauen. Gezielt nutzen wir solche Möglichkeiten für Kinder mit höherem Förderbedarf. Entsprechend ihrem Entwicklungsstand überlegen wir vorher, was wir erreichen wollen und stimulieren dann bewußt ihr Hören, Sehen oder Fühlen.
Sabine Balzer, Facherzieherin für Integration
Auch der Kita-Garten lädt zum Stromern, Toben, Forschen und Spielen in der Natur ein. Dort finden die Kinder keine fertige Spiellandschaft vor, sondern ein Areal, das sie auch selbst verändern können. Beispielweise können sie Holz bewegen und daraus Häuser oder Höhlen bauen. Wenn sie Anhöhen erklettern, können sie ihren Mut erproben, eine neue Perspektive einnehmen und balancieren und sich anschließend in einer riesigen Schaukel gemeinsam mit anderen durch die Lüfte bewegen. Der Garten wird noch ergänzt werden durch einen Wasserspielplatz und einen Bereich für die Kleinsten. » Zum Panorama
Der große Kita-Garten dient dem gesunden Aufwachsen der Sprösslinge » mehr
Zu der Kita gehört ein großer, offener Garten, den das Integrationshaus zusammen mit dem benachbarten Montessorihaus nutzt. Kinder, Eltern sowie Erzieherinnen und Erzieher planten diese eigene hüglige Spiel- und Erlebnislandschaft, zu der Treppen und verschiedene Ebenen, Hängebrücken und Baumstämme zum Balancieren gehören. Die Kinder wünschten sich eine Rennstraße durch den Garten, auf der sie mit Rollern und anderen Fahr- zeugen rasen können.
Dabei finden die Einjährigen ebenso Bewegungsanregung wie die Sechsjährigen. Sie sehen, dass die Großen rutschen und wollen das auch. Deshalb bekamen sie eine Rutsche, die breiter und nicht so hoch ist. Zwischen Hügeln und Sträuchern liegen an verschiedenen Stellen Sandkästen zum Buddeln. Vor allem aber bietet der Garten viele Möglichkeiten, sich zu verstecken und zu kriechen. Die Kinder müssen sich auch unbeobachtet von uns Erwachsenen erproben können. Deshalb wurden auf dem Gelände verschiedene Nischen und Ecken angelegt. Viele Kinder lieben es, durch die Tunnelröhre zu kriechen und auf diese Weise kurzzeitig aus dem Blickfeld der Erzieherinnen und Erzieher zu verschwinden.
Sabine Wahl, Kita-Leiterin
Die Eltern sind die wichtigsten Verbündeten der Erzieherinnen und Erzieher. Einmal jährlich lädt die Kita zu einem Entwicklungsgespräch ein. Dabei berichten die Erzieherinnen und Erzieher von den Stärken und Kompetenzen, die sie bei den Kindern beobachten und analysieren und fragen danach, welche Interessen und Besonderheiten die Eltern zu Hause wahrnehmen. Im Gespräch vereinbaren beide Seiten, wie sie die Entwicklung der Mädchen und Jungen weiter unterstützen können.
Erzieherinnen unterstützen uns, sicherer zu werden » mehr
„Der entscheidende Grund, unseren Sohn dem Integrationshaus anzuvertrauen, war das kompetente und souveräne Auftreten der Erzieherinnen und Erzieher. Finn ist mit zehn Monaten in die Kita gekommen und natürlich haben wir uns Gedanken gemacht, ob eine Erzieherin auf so viele kleine Kinder gleichzeitig aufpassen kann. Was ist, wenn einmal mehre Kinder gleichzeitig weinen, war eine unserer Fragen.
Durch ihre Erfahrungen und ihr Einfühlungsvermögen, das sie gegenüber den Kindern bewiesen, nahmen uns die Pädagogen jegliche Angst, unser Kind könnte bei ihnen nicht gut aufgehoben sein. Sie zeigten mir, wie sie dafür sorgen, dass jedes Kind seinen Schutzraum bekommt und zugleich angeregt wird, seine Selbständigkeit zu entwickeln. Immer wieder ermuntern sie auch die kleinen Kinder: „Versuche es. Ich helfe dir, wenn Du mich brauchst."
Jetzt ist Finn drei Jahre alt. Durch den Umgang mit anderen Kindern sowie den Erzieherinnen und Erziehern ist er viel selbstbewußter und selbstständiger geworden. Doch auch wir Eltern gewinnen durch den Kontakt mit den Fachkräften. Beim Bringen und Holen werden kleine Probleme schnell besprochen. Aber auch bei größeren Sorgen sind sie da, hören zu und geben uns Eltern das Gefühl, nicht allein zu sein. Finn zum Beispiel nutzte seine Stärke mitunter zu Hause aus, um sich verwöhnen zu lassen. Von der Erzieherin bekamen wir Tipps, wie man sein Kind spielerisch zu etwas bewegen und trotzdem konsequent erziehen kann.
Außerdem finden im Integrationshaus auch Veranstaltungen statt, in denen es um das Leben mit Kindern geht. Dabei kommen auch die Eltern leicht mit anderen Eltern in Kontakt. Also alles in allem: „Wie Finn, fühlen auch wir uns im Integrationshaus sehr wohl.“
Jeanett Hoppe, Mutter
Die Kita-Leiterin bietet donnerstags von 16 bis 18 Uhr eine Sprechzeit an. Regelmäßig beraten sich Elternvertreter und Erzieher aus jedem Bereich und die Kitaleitung in der Elternvertreterversammlung. Hier geht es nicht nur darum, Informationen weiterzugeben und Feste zu planen und vorzubereiten. Die Eltern werden auch in neue Vorhaben der Kita einbezogen, überlegen mit und beteiligen sich an der Umsetzung.
Zusätzliche Angebote:
Bereits vor dem Eintritt in den Kindergarten können Eltern mit ihren Kindern die Krabbelgruppe besuchen. Dazu lädt die Kita immer donnerstags von 15 bis 16 Uhr ein.
Die Kita-Leiterin Sabine Wahl über Besonderheiten des Integrationshauses:
„Mein Kita-Team hat langjährige und fundierte Erfahrungen, wie Kinder mit besonderem Förderbedarf integriert werden können. Jedes Kind soll erfahren, dass es so wie es ist angenommen und keines ausgegrenzt wird oder einen Sonderstatus erhält."
Wir fördern die Kinder besonders in ihrer Bewegungsentwicklung. Bewusst gestalteten wir die Räume und den Garten so, dass die Kinder zu verschiedensten Bewegungen herausgefordert werden und Spaß daran haben. Wir sind sicher: Auf diese Weise befördern wir die Ausprägung von Einstellungen und Verhaltensweisen, die das weitere Leben der Kinder prägen. Dazu gehört für uns auch die gesunde Ernährung. Wir bieten frische, saisonale und ausgewogene Mahlzeiten an und nehmen auch bei der Essensplanung neuste Erkenntnisse auf. Gesunde Lebensführung ist ein Thema, an dem Pädagogen, Eltern, Küchenteam und Geschäftsführung zusammenarbeiten. Gemeinsam geplante, sportliche Wettkämpfe und Feste mit Bewegungsaktivitäten für Kinder und Erwachsene sowie gesundes leckeres Essen sind erste Erfolge. Als eine positive Bestätigung unserer Arbeit erhielten wir bereits zum zweiten Mal vom Bezirk Hellersdorf-Marzahn das Zertifikat "Bewegungsfreundliche Kita". Darauf sind wir sehr stolz.“