Kaulsdorfer Knirpse

Montessori-Haus

Teterower Ring 34
12619 Berlin
Tel: (030) 56 10 171
E-Mail: Montehaus@gmx.de

Leiterin: Sabine Küntzel
Stellvertretender Kitaleiter: Tom Ehrich

» Aktuelles / Informationen

Aktuelle Termine:

Es sind derzeitig keine Termine für diese Kita vorhanden.

Das Neueste aus der Kita:

August 2011
Das Montessorihaus der Kita „Kaulsdorfer Knirpse“ eröffnet ihre neu entstandene Kinderküche. Die Kinder einer Etage haben nun ihre eigene, zum Bereich gehörende Küche. Dort können sie im Rahmen der "Übungen des täglichen Lebens", die in der Montessoriarbeit üblich sind, nicht nur selbständig abwaschen, sondern auch das Obstfrühstück und Salate zubereiten sowie kochen und backen.

Mai 2011
Im Gebäude der Kita „Kaulsdorfer Knirpse“ wurde die energetische Sanierung abgeschlossen. Das ist der erste Abschnitt umfangreicher Baumaßnahmen, für die bereits 890 000 € investiert wurden. Die Sanierung wurde mit 680 000 € Fördermitteln aus dem Umweltentlastungsfonds unterstützt. Dadurch war es möglich, die Fassade zu dämmen, neue Fenster mit Sonnenschutz sowie eine Solaranlage einzubauen. In einem zweiten Bauabschnitt wird mit dem Neubau eines Fahrstuhls und Türverbreiterungen ein barrierefreier Zugang geschaffen. Außerdem erhalten die Treppenhäuser, Foyers und Garderoben ein neues Gesicht.

Wichtige Information für Eltern:

Es gibt derzeitig keine Information für Eltern.

Das Montessori-Haus der Kaulsdorfer Knirpse befindet sich nahe dem Spree-Center in Kaulsdorf-Nord, unweit der Wuhle. Es ist Montag bis Freitag von 6 bis 18 Uhr geöffnet. In der Kita finden bis zu 120 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt einen Platz zum gemeinsamen Leben und Lernen. Sie treffen sich in vier altersgemischten Gruppen sowie einem neu gestalteten Kleinstkindbereich. Diese Räume sind von einer Fußbodenheizung, über Spiegel in Krabbelhöhe, verschiedene Teppichböden, Materialien in Greifhöhe sowie viel Platz und Herausforderung zum Bewegen ganz auf die besonderen Bedürfnisse der Jüngsten zugeschnitten. » Zum Panorama

Erzieherinnen und Erzieher auf Augenhöhe der Kinder Erzieherinnen und Erzieher auf Augenhöhe der Kinder » mehr

„Was mir in der Kita gut gefällt: Dass die Erzieherinnen und Erzieher jedes einzelne Kind achten, genau beobachten und ihm die Impulse geben, die es für seine Entwicklung braucht. Einmal kam ich dazu, als Maximilian mit drei Kindern ein Spiel mit einem Hüpffrosch spielte. Die Erzieherin saß wach und auf Augenhöhe mit den Kindern dabei. Ihr Blick und ihre Worte sagten ihnen: Ich sehe jeden von euch und ernsthaft ging sie auf ihr Spiel ein. Weil sie dicht dran war, folgten die Kinder gern ihrer Anregung für das weitere Spiel.

Die Erzieherinnen und Erzieher nehmen sich für jedes Kind Zeit und dadurch entdecken sie auch Unterschiede. Beim Malen nehmen sie wahr, wie mein Sohn den Pinsel hält und können ihn gerade dadurch unterstützen, den nächsten Schritt zu gehen. Durch die Montessoriarbeit wird in dem Haus ein klarer Rhythmus vorgegeben. Die Räume sind nicht voll gestopft und zum Spielen gibt es nicht nur Lego und Puppen, sondern beispielsweise auch Schlösser und andere Gebrauchsgegenstände zum Erkunden. Die Kinder wissen, wo sie welches Material wegnehmen können und wo der Platz zum Forschen und wo der zum Lesen oder Toben ist. Das gibt ihnen die Ruhe und Sicherheit, aus sich heraus ihren Weg zu gehen. Jeden Morgen kommt uns jemand aus dem Team entgegen, beugt sich zu Maximilian und sagt ihm „Schön, dass du da bist“. Am Nachmittag kommt auch eine Erzieherin mit ihm aus dem Raum und teilt mir mit, was gut und was weniger gut geklappt hat. Das gibt mir einen Überblick über den Kita-Alltag und vermittelt mir das Gefühl: "Für Maximilian zu sorgen, ist unsere gemeinsame Aufgabe.“

Jana Ostrzinski, Mutter

Die Kinder werden von 15 Erzieherinnen und Erziehern begleitet, die jeweils zu dritt in einem Bereich arbeiten. FSJ-ler und Studierende verschiedener pädagogischer Fachrichtungen bereichern mit ihren anderen Ideen den Alltag. Praktikanten lernen in der Praxis, Kita-Alltag zu gestalten.

Das Team fand für sich in der Pädagogik von Maria Montessori die beste Möglichkeit, die Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten.
Von den 15 Erzieher/innen legten neun ein Montessorifachdiplom ab, vier Erzieher/innen absolvieren gegenwärtig eine Ausbildung in Montessoripädagogik. Vier Pädagogen haben eine zusätzliche Qualifikationen, wie Facherzieher für Integration und Erzieher mit dem Fachprofil Sprache.

Die Pädagogik von Maria Montessori im Alltag der Kita Die Pädagogik von Maria Montessori im Alltag der Kita » mehr

„Maria Montessori beschreibt in ihrer Pädagogik einen inneren Bauplan, nach dem sich jedes Kind entwickelt. Ihrer Auffassung nach, stellen alle Kinder sehr ähnliche Fragen an die Welt. Von den Erwachsenen brauchen sie nur die Begleitung, wenn sie sich auf Forschungsreise begeben. „Hilf mir, es selbst zu tun!“, lautet deshalb ihr Leitspruch, nach dem auch wir arbeiten. Wir stellen die Montessorimaterialien bereit, die den Kindern helfen, ihre Antworten zu finden. Für die ganz Kleinen gibt es beispielsweise Einsteckzylinder.

Damit sehen die Kinder, was passt und was nicht passt. Ähnlich geht das mit Gläsern und Deckeln. Die Größeren können sich mit Perlenketten die Zahlen bis 1000 erschließen. Mit dem Buchstabenkasten lernen sie lesen und schreiben.
Wir haben jedes Material nur einmal in unserer Kita und das ist uns wichtig. Wenn sich ein Kind mit dem Material beschäftigt, muss es sich nicht mit anderen vergleichen. Es erfährt keinen Frust, weil es vielleicht länger als ein anderes Kind braucht, ehe es für sich die Antwort herausgefunden hat. Vielmehr kann jedes Kind ganz einzigartig seinem Weg folgen. Zugleich werden die Kinder dadurch aufgefordert, sich untereinander abzustimmen: "Jetzt arbeite ich damit. Dann kannst du das Material haben." So erwerben sie soziale Verhaltensweisen.
Für jedes Kind führen wir einen Beobachtungsbogen und verfolgen so seine Entwicklung. Wir sehen, wo seine Interessen, Neigungen und besonderen Fähigkeiten liegen und welche Materialien wir ihm anbieten könnten, um es weiter zu fördern. Einmal im Halbjahr finden wir uns mit den Eltern zu einem Entwicklungsgespräch zusammen. Detailreich und genau, erzählen wir von den Kindern und überlegen gemeinsam, wie es weiter gehen könnte. Dabei geben wir den Eltern Anregungen und sind ebenso interessiert an dem, was sie uns über die Kinder berichten.

Sabine Küntzel, Leiterin der Einrichtung, Montessori-Pädagogin

Die Montessori-Pädagogik prägt den Alltag in der Kita. Im Tagesablauf wechseln sich Arbeiten, Essen, Spielen und Ruhe miteinander ab. In einer ruhigen Atmosphäre und einer sicheren Struktur gehen die Kinder den Dingen nach, die sie interessieren. Wichtig ist dem Team, den Kindern vielfältige sinnliche Erfahrungen zum Lernen zu bieten und dafür die entsprechenden Materialien bereitzustellen.

Die Kinder folgen ihren Interessen und lernen dadurch Die Kinder folgen ihren Interessen und lernen dadurch » mehr

„Mich begeistert, wie mein Sohn Florian sich durch die Orientierung an der Montessoripädagogik in der Kita die Welt erschließt. Eine Weile beschäftigte er sich mit dem Spindelkasten, einer Kiste mit Holzstäbchen. Er legte und sortierte sie nach Farbe, Länge, Gewicht und bekam dabei eine Vorstellung von den verschiedenen Qualitäten der Dinge. Gerade interessiert er sich für den Buchstabenkasten, legte Namen und Worte und brachte sich selbst mit fünf Jahren das Lesen bei.

Die Dinge leiten ihn an und geben ihm die Rückmeldung, ob er auf dem richtigen Weg ist. Nie ist ihm dabei langweilig. Im Rhythmus des Tages und unter der Vielzahl von Materialien im Regal findet er immer etwas Neues, was ihn anregt. Dabei ermutigt ihn die Rückmeldung der Erzieherinnen und Erzieher, selbstbewusst seinen Impulsen zu folgen. Den Pädagogen ist es wichtig, die Selbstständigkeit der Kinder zu fördern und bei ihnen zugleich eine Verantwortlichkeit für die Dinge zu wecken. Also bringen die Kinder das Material wieder an den Platz, damit die anderen sie nutzen können. Bei meinem Sohn bemerke ich, dass er sich bemüht, seine Sache gut zu machen. Er ist stolz auf seine „Arbeit“ in der Kita und gern hilft er den Kleinen bei Dingen weiter, die er schon gut kann. Ich bin sicher, sein Leben lang wird er auf die sinnlichen und auch sozialen Erfahrungen bauen, die er beim im Spiel in der Kita erwarb."

Simone Riemer, Mutter

Die Erzieherinnen und Erzieher konzentrieren sich in ihrem Tun darauf, die Kinder vor allem zu beobachten und nur dann in das Geschehen einzugreifen, wenn Unterstützung gebraucht wird. Eine klare, strukturierte Raumgestaltung unterstützt dieses pädagogische Anliegen.

Wie Räume zu Kindern sprechen Wie Räume zu Kindern sprechen » mehr

„Wir gehen davon aus: Auch Räume sind Erzieher für Kinder. So wie sie eingerichtet sind, geben sie den Kindern klare Botschaften. Der Arbeitsraum beispielsweise signalisiert den Kindern: "Hier geht es leise zu. Alle arbeiten und brauchen Ruhe." Alles hat seinen Platz. Immer ab neun Uhr morgens beschäftigen sich die Kinder hier für etwa eine halbe Stunde mit den Dingen, die sie gerade besonders interessieren.

Unsere Räume sind klar strukturiert, hell, vorwiegend weiß gestrichen. Nichts ist überladen. Wir sind davon überzeugt, dieses "Weniger ist mehr" ermöglicht ein sehr intensives Lernen. An den Kindern erleben wir, sie nutzen diese Zeit sehr bewußt."

Sabine Küntzel, Leiterin der Einrichtung, Montessori-Pädagogin

Der Kita-Garten ist ideal zum Erkunden, Toben, Forschen und Spielen in der Natur. Dort finden die Kinder keine fertige Spiellandschaft vor, sondern ein Areal, das sie auch selbst verändern können. Beispielweise können sie Holz bewegen und daraus Häuser oder Höhlen bauen. Wenn sie auf Anhöhen klettern, können sie ihren Mut erproben, eine neue Perspektive einnehmen und balancieren und sich anschließend in einer riesigen Schaukel gemeinsam mit anderen durch die Lüfte bewegen. Der Garten wird noch ergänzt werden durch einen Wasserspielplatz und einen Kleinstkind-Garten.

Garten regt zum Bewegen an Garten regt zum Bewegen an » mehr

Zu der Kita gehört ein großer, offener Garten, den das Montessori-Haus zusammen mit der benachbarten Integrations-Kita nutzt. Kinder, Eltern sowie Erzieherinnen und Erzieher planten diese eigene hüglige Spiel- und Erlebnislandschaft, zu der Treppen und verschiedene Ebenen, Hängebrücken und Baumstämme zum Balancieren gehören. Die Kinder wünschten sich eine Renntrasse durch den Garten, auf der sie mit Rollern und anderen Fahrzeugen rasen können.

Dabei finden die Einjährigen ebenso Bewegungsanregung wie die Sechsjährigen. Sie sehen, dass die Großen rutschen und wollen das auch. Deshalb bekamen sie eine Rutsche, die breiter und nicht so hoch ist. Zwischen Hügeln und Sträuchern liegt ein großer Sandkasten zum Buddeln. Vor allem aber bietet der Garten viele Möglichkeiten, sich zu verstecken und zu kriechen. Die Kinder müssen sich auch unbeobachtet von uns Erwachsenen erproben können. Deshalb wurden auf dem Gelände verschiedene Nischen und Ecken angelegt. Die Kinder lieben es, durch die Tunnelröhre zu kriechen und auf diese Weise kurzzeitig aus dem Blickfeld der Erzieherinnen und Erzieher zu verschwinden.“

Manuela Sallat, Erzieherin

Das Montessori-Haus entwickelte eine besondere Form der Zusammenarbeit mit den Eltern: Alle sechs Wochen lädt das Team zu einer „Kleinen Re(e)derei“ ein. Kinder, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher jeweils eines Bereiches bereiten jeweils das Treffen vor. Anliegen ist es, zu einem gemeinsam bestimmten Thema in entspannter Atmosphäre miteinander zu sprechen und dabei sowohl Nachdenklichkeit als auch überraschenden Fragen Raum zu geben. Darüber hinaus finden zwei Mal jährlich vertiefende Gespräche zwischen Erzieher/innen und Eltern über die Entwicklung der Kinder sowie Elternabende bzw. -nachmittage statt.

Die Kita arbeitet verbindlich mit den Grundschulen an der Wuhle und der Bücherwurmgrundschule zusammen. Kinder und Pädagogen besuchen einander und bereiten durch die Begegnungen gemeinsam einen freudvollen Übergang von einer Institution zu der anderen vor.

Zusätzliche Angebote:

Ein Sporttherapeut unterstützt durch seine Angebote die Bewegungsentwicklung der Kinder. Einmal in der Woche lädt er die Kinder und zweimal wöchentlich Eltern und Kindern gemeinsam zum Sporttreiben ein. Jährlich findet eine Kita-Fahrt ins Brandenburger Umland statt.

Sabine Küntzel über die Besonderheiten ihrer Kita:
„Ich bin immer wieder fasziniert über die enorme Konzentration, das Ganz-bei-der-Sache-Sein der Kinder, wenn sie mit einem selbst gewählten Material arbeiten. Es ist nicht nur die betriebsame Stille, die den Raum dadurch erfüllt. Es ist auch das sichtbare Leuchten in einem Gesicht, wenn das Kind vollbracht hat, was es sich selbst vorgenommen hatte. Für mich ist das eine Bestätigung: Die pädagogische Haltung „Hilf mir, es selbst zu tun!“, die wir im Team im Sinne von Maria Montessori für uns fanden, sorgt für selbstbewußte, glückliche Kinder."